Aktuelles

Rückblick_Ausblick_erholsame Ferien

Liebe Kolleg*innen,

das Schuljahr ist fast beendet. Für die verbleibenden Tage wünsche ich euch Ausdauer sowie Muße, auf das Geleistete im zurückliegenden Schuljahr zu blicken.
Noch sind in vielen Schulen Anfragen auf Abordnungen zu bewältigen. Es konnten nicht alle ausgeschriebene Stellen mit neu einzustellenden Kolleg*innen besetzt werden. Ohne Abordnungen wird es keine annähernd ausgeglichene Unterrichtsversorgung in den Landkreisen geben.
Seit der Arbeitszeiterfassungsstudie fordert die GEW Entlastungen für Kolleg*innen.
Erreicht wurde, dass alle Grundschulleitungen mit A 13 besoldet werden. Aus der Haushaltsklausur der Regierungskoalition ist heute bekannt gegeben worden, dass eine Anhebung der Grund-, Haupt-, und Realschullehrkräfte nach A 13 besoldungsrechtlich überprüft wird und die pädagogischen Mitarbeiter*innen an Förderschulen nun endlich Vollzeitverträge erhalten können.

Das reicht aber nicht!
Wir fordern mehr:
Absenkung der Arbeitszeit!
Entlastungsstunden für Kooperationszeit im Team sowie für besondere Belastungen und die Wiedereinführung der Altersermäßigung!

Unsere Landesvorsitzende Laura Pooth hat euch heute über die geplante GEW-Protestdemo am 13. September 2018 in Hannover informiert.
Bitte notiert euch diesen Termin im Kalender. Wenn wir alle in Hannover uns zeigen, werden wir nicht zu übersehen und zu überhören sein.
Gemeinsam sind wir stark in der Durchsetzung unserer Forderungen.

Nun wünsche ich euch eine erholsame Zeit und sonnige Ferientage.

Mit kollegialen Grüßen
Gundi Müller, Vorsitzende

Pressemitteilung zum Bezirkstag 2018

Die GEW erinnert sich an Berufsverbote und 45 Jahre Radikalenerlass

Der GEW Bezirksverband Lüneburg veranstaltete am 31.5.2018 im ver.di Bildungs- und Tagungs­zentrum Walsrode den Bezirkstag 2018 zum Thema „Berufsverbote – 45 Jahre Radikalenerlass“. 30 Teilnehmende setzten sich intensiv mit dem Thema auseinander.

Der Radikalenerlass von 1972 wurde 2017 im Niedersächsischen Landtag als ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik bezeichnet – was eine sehr starke Verharmlosung ist. Denn vielmehr war er eine Vergiftung der Demokratie, wie die Journalistin Hanna Legatis in ihrem Eröffnungsvortrag darlegte. In ihrem historischen Abriss verdeutlichte sie, wo die Ursprünge von Berufsverboten lagen und welche dramatischen Folgen ihre einzelnen Stationen jeweils hatten.

Jutta Rübke, Landesbeauftragte für die Aufarbeitung des Radikalenerlasses, erläuterte die gesell­schaftlichen Folgen der Berufsverbote: Verheerend sind nicht nur die persönlichen Konsequenzen für die Betroffenen, sondern auch, dass der Staat durch diese Vorgehensweise tausende Menschen zu Opportunismus und Duckmäusertum gezwungen hat.

Und noch heute spielt dieses Thema eine wichtige Rolle. Denn immer noch werden politisch denkende und handelnde Menschen beobachtet und an einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst gehindert. Der Münchner Kommunikationswissenschaftler Kerem Schamberger stellte an seinem eigenen Fall dar, wie akribisch der Verfassungsschutz dabei vorgeht.

Am Ende des Bezirkstages stand die Frage im Raum, wie die Gesellschaft heute mit dem Thema umgehen kann. Hanna Legatis plädierte für mehr zivilen Ungehorsam. Denn dieser gehöre zu einer Demokratie unbedingt dazu, um auf Verletzung von Grundrechten aufmerksam zu machen.

Umrahmt wurde der Bezirkstag von der

Ausstellung „Vergessene“ Geschichte – Berufsverbote - Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland, die von der Niedersächsischen Initiative gegen Berufsverbote konzipiert wurde.

Die Ausstellung (Flyer) ist noch  mindestens bis Ende Juni 2018 im Forum des ver.di Bildungs- und Tagungs­zentrums Sunderstraße 77 in Walsrode kostenfrei zu besichtigen. Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt auf mit: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dokumentation zur 73. Pädagogischen Woche 2017 liegt druckfrisch vor!

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 SCHULE 4.0 - BILDUNG IN DER DIGITALEN WELT

Die Broschüre enthält 18 Arbeitsgruppenberichte und folgende vorgetra­ge­ne Referate sowie Texte einer Lesung:

Lesung: Digitalisierung der Schulen – unbedingt, aber in Maßen! - Arne Ulbricht 

Wider die digitale Unbildung! Ein kategorischer Essay für die Nachfahren von Sisyphos und Kassandra - Dr. Matthias Burchardt 

Bildung braucht Beziehung – Die Bedeutung digitaler Medien für nachhaltiges Lernen - Dr. Dr. Gerhard Roth 

Digital-Risiken in die Debatte um digitale Bildung einbeziehen. Neues aus der Medienwirkungsforschung - Dr. Paula Bleckmann 

Kein Mensch lernt digital - Dr. Ralf Lankau

 
Die Broschüre kostet 11 Euro (zzgl. 1 € für Versand). Eine Rechnung kann ausgestellt werden.
Bestellungen werden gerne entgegengenommen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

 

GEW-Klagen gegen Arbeitsbelastung eingereicht

https://www.gew-nds.de/index.php/presse-downloads/pressemitteilungen/1483-gew-klagen-gegen-arbeitsbelastung-eingereicht

Hannover, 31. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen hat am 30. Januar die ersten beiden Klagen von Grundschullehrkräften gegen deren überhöhte Arbeitszeiten eingereicht. Insgesamt will die Gewerkschaft bis zum 5. Februar, wie im vergangenen Herbst angekündigt, zehn Fälle vor die Verwaltungsgerichte Braunschweig und Hannover bringen.

„Alle sieben Vollzeitkräfte arbeiten nachweislich mehr als 50 Stunden pro Woche. Die Ferienzeiten sind dabei schon eingerechnet. Und was gerne vergessen wird: Für diese Überstunden gibt es keinen Ausgleich in Freizeit oder Bezahlung", erläuterte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. „Wir gehen nun auch den juristischen Weg, weil es von politischer Seite bisher noch nicht einmal ein Signal für eine umfassende Entlastung unserer Kolleginnen und Kollegen gibt. Im Kern geht es uns um eine neue Arbeitszeitverordnung des Landes Niedersachsen für Lehrkräfte, die dringend zeitliche Entlastungen schaffen muss", betonte Pooth. Offenbar brauche die verantwortliche Politik juristische Fakten, um politisch zu handeln.

Die GEW beginne mit Schulleitungen und Teilzeitkräften an Grundschulen, da die Göttinger Arbeitszeitstudie 2016 bei ihnen besonders hohe Wochenarbeitszeiten festgestellt hatte. „Die beiden Fälle, für die wir gestern Klagen eingereicht haben, weisen mehr als 55 und sogar über 60 Stunden wöchentlich auf. Die Gesundheit der Betroffenen muss dringend geschützt werden. Das gilt in ähnlicher Weise für alle Lehrkräfte", betonte die Landesvorsitzende.

Ab Februar werde die GEW überdies weitere Verfahren vorbereiten. Dann gehe es um Gymnasiallehrkräfte, die ebenfalls enorme Arbeitszeitbelastungen aufwiesen.