PM des Landesverbands: Landesregierung muss in den Sommerferien womöglich nachsitzen

// PRESSEMITTEILUNG //

Schulen nicht pandemiefest / „Landesregierung muss in den Sommerferien womöglich nachsitzen“ / Torte für CDU- und SPD-Fraktion

Hannover, 17. Juni 2021: Rund einen Monat vor Beginn der Sommerferien sind Niedersachsens Schulen aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) längst nicht krisenfest. Die Landesregierung hänge offenbar dem Irrglauben an, Corona-Tests und -Impfungen seien ausreichend. Dagegen fehle es an konkreten Zusagen für Investitionen in Personal, Ausstattung und Räumlichkeiten. Viele Schulen blickten mit erheblichen Sorgen auf den Schuljahreswechsel.

„Die Politik darf den Gesundheitsschutz in den Schulen nicht aus dem Blick verlieren, was aktuell sehr wichtig ist“, sagte die GEW-Landesvorsitzende. Auf andere Gefährdungen seien die Schulen jedoch noch weniger vorbereitet. „Die grundlegenden Probleme bleiben ungelöst: Zu wenige Schulbeschäftigte in zu großen Klassen mit mangelnder Ausstattung. Die Überlastung des Personals nimmt unerträgliche Züge an, Besserung bleibt außer Sicht. Der Sanierungs- und Investitionsstau bewegt sich in schwindelnden Höhen, während der Finanzminister von weiterer Kürzungspolitik redet. Schon länger ist bekannt, dass der Kultusetat jährlich um mindestens 750 Millionen Euro wachsen muss, damit unterlassene Investitionen wenigstens teilweise nachgeholt werden können“, kritisierte Pooth.

Zwar gebe es inzwischen einige Förderprogramme wie zuletzt für Luftreinigungsanlagen vom Bund, doch dabei handelt es sich zumeist um geringe Einmalzahlungen ohne langfristige Strategie. „Hier muss man den Eindruck gewinnen, dass der Wahlkampf in den Kommunen und im Bund für täglich neue Ankündigungen mit viel heißer Luft sorgt“, monierte Pooth und nahm auch die Landesregierung finanziell in die Verantwortung: „Wir fragen uns dabei, was tut das Land Niedersachsen eigentlich selber, um die Schulen dauerhaft krisenfest zu machen? Wenn nicht bald ein langfristiger, finanziell unterfütterter Plan vorliegt, muss die Landesregierung in den Sommerferien wohl nachsitzen. Aus Flickwerk müssen endlich langfristige Planungen werden“, betonte die GEW-Landesvorsitzende. „Dabei darf sich das Land keinen schlanken Fuß machen. Wo ist der politische Wille dies im kommenden Haushalten zu verankern?“, fragte Pooth.

Die GEW macht sich auch bei den beiden Regierungsfraktionen für eine bessere Bildungsfinanzierung stark.
Die CDU wird bei einem Fototermin am Montag, 21. Juni, um 11.30 Uhr auf der Landtagstreppe eine symbolische Torte mit konkreten Forderungen erhalten. Bei einem späteren Termin (Datum noch offen) folgt die SPD-Landtagsfraktion. Zuletzt hatte die GEW bereits „Krümeltüten“ an die fachpolitisch Zuständigen der beiden Fraktionen übergeben, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Bildung mehr als nur Krümel benötigt.

Rund 30.000 Menschen sind in Niedersachsen Teil der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie ist die mit Abstand mitgliederstärkste Organisation für Lehrkräfte aller Schulformen sowie für pädagogische, therapeutische und technische Fachkräfte. Auch den Beschäftigten im Wissenschaftsbereich und in der Erwachsenenbildung bietet sie einen starken Rückhalt. Die GEW setzt sich nachhaltig für bessere Arbeitsbedingungen ein - und kämpft engagiert gegen Intoleranz und Rassismus.

V.i.S.d.P.:

Christian Hoffmann | Gewerkschaftssekretär / Pressesprecher

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen

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Tel.: 0511/33804-26 |  Mobil: 0171/5639733

Newsletter des HV der GEW

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 Newsletter Bildung in der digitalen Welt

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Immer deutlicher zeigen sich bestehende Lücken in der Finanzierung der Digitalisierung, z.B. in der öffentlich finanzierten Weiterbildung, die beim Digitalpakt bisher nicht berücksichtigt wird. Im Rahmen des Digitalpakts selbst sind einer Umfrage von Zeit Online zufolge bisher nur ein Fünftel der Gesamtmittel bewilligt worden.

Außerdem in diesem Newsletter:
Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken sowie eine Umfrage der Verbraucherzentrale Bundesverband zur verdeckten Einflussnahme auf Lehrinhalte. In den Service-Tipps: Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und Tipps zum Forschen und Entdecken mit Kindern.

Viel Spaß beim Lesen!
Redaktion: Birgita Dusse, Jessica Geh

Eine Übersicht der Newsletter des Hauptverbands der GEW findet ihr unter diesem
LINK: https://www.gew.de/newsletter-uebersicht/ 

GEW Niedersachsen und Hauptverband zu Corona: Fragen und Antworten für Beschäftigte (FAQs)

Aktuelle Informationen findet ihr auf der Website des Landesverbands
https://www.gew-nds.de/arbeits-und-gesundheitsschutz/coronavirus/faq/

und die Website des Hauptverbands klärt ebenfalls auf und hat Antworten auf viele Fragen
https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-das-coronavirus-fuer-die-bildungseinrichtungen-bedeutet0/ 

 

Welche Beratungs- und Gesprächsangebote stehen Schüler*innen zur Verfügung?

Neben der Unterstützung durch die Klassenlehrkräfte, Beratungs- und Vertrauenslehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen sowie die Schulpsychologie (www.rlsb.de/bu/eltern-schueler/schulpsychologie) hat das MK auch auf externe Angebote hingewiesen:

Kinder- und Jugendtelefon: 0800 111 0 333

Nummer gegen Kummer:    116 111 oder www.nummergegenkummer.de

JUUUPort.de - Hilfe von jungen Leuten für junge Leute: www.juuuport.de/beratung

Weitere Angebote sind zu finden unter www.kinderschutz-niedersachsen.de.

Die GEW Geschäftsstelle ist fit für die Zukunft

Altes Telefon


Die Art wie wir kommunizieren hat sich durch die Corona- Situation bedingt auch bei uns in der neuen Geschäftsstelle verändert. Viele Sitzungen und Konferenzen finden nun entweder in der sogenannten Hybrid-Form oder gänzlich online statt. Die Frage, wie wir diese neue Situation bewältigen wollen, hat uns in den letzten Wochen und Monaten sehr beschäftigt.

Zuerst mussten wir eine Grundlage für unsere technische Ausstattung schaffen. Eine Online-Sitzung  nur von einem Laptop übertragen ist zwar durchaus möglich, führt aber bei mehreren Teilnehmer*innen zu einem Chaos. Deswegen entschieden wir uns, gerade für unsere Hybrid-Veranstaltungen, ein Videokonferenzsystem anzuschaffen. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass diese Anlage über ein Mikrofon verfügt, welches Tonsignale über mehrere Meter, von mehreren Teilnehmer*innen aufnehmen kann. Dazu gehört eine im Winkel verstellbare Kamera, um die sprechenden Teilnehmer*innen ablichten zu können. Dieses System hat uns schon ein paar Veranstaltungen begleitet und wir können Stand heute ein positives Fazit ziehen. 

Der Konferenzraum ist technisch top aufgerüstet. Eingezogen ist bei uns ein digitales Flipchart. Zum einen projizieren wir dort unsere digitalen Sitzungen und Veranstaltungen. Zum anderem unterstützt es bei der Ideenfindung und der anschließenden Sicherung dieser Ideen.Wir sind begeistert von der Vielseitigkeit dieses Gerätes.

Abgesehen von der hardwaretechnischen Ausstattung benötigen wir auch die entsprechenden Softwarelösungen, um unser Vorhaben der digitalen Kommunikation umsetzen zu können. Der Findungsprozess hinsichtlich der richtigen Software gestaltete sich auf Grund verschiedener Faktoren schwierig. Abzuwägen war das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis. Der richtige als auch umfangreiche Datenschutz, sowie die gebotenen Funktionen. Wir probierten einige Programme aus. 

Im Endeffekt sind wir nun auf eine Lösung gestoßen, die wir schon im Besitz hatten, uns aber nicht über die Funktionen im klaren waren. Unser hauseigenes Telefonsystem  unterstützt die Funktion der Videokonferenz. Den Datenschutz erfüllen wir dadurch, dass unsere Konferenzen nun über unseren eigenen Server laufen. Außerdem bietet das System  umfangreiche Funktionen, wie zum Beispiel die Dokumentenfreigabe oder auch ein Abstimmungstool. Um all diese Funktionen richtig anwenden zu können, haben wir mit einer Lüneburger IT Firma eine Schulung durchgeführt. Einen Ausschnitt könnt ihr hier einsehen:

Konferenztechnik Schulung