Newsletter des HV der GEW aus Februar 2021

Eine Übersicht der Newsletter des Hauptverbands der GEW findet ihr unter diesem LINK: https://www.gew.de/newsletter-uebersicht/ 

 

Newsletter Bildung in der digitalen Welt

Immer deutlicher zeigen sich bestehende Lücken in der Finanzierung der Digitalisierung, z.B. in der öffentlich finanzierten Weiterbildung, die beim Digitalpakt bisher nicht berücksichtigt wird. Im Rahmen des Digitalpakts selbst sind einer Umfrage von Zeit Online zufolge bisher nur ein Fünftel der Gesamtmittel bewilligt worden.

Außerdem in diesem Newsletter:
Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken sowie eine Umfrage der Verbraucherzentrale Bundesverband zur verdeckten Einflussnahme auf Lehrinhalte. In den Service-Tipps: Dritter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und Tipps zum Forschen und Entdecken mit Kindern.

Viel Spaß beim Lesen!
Redaktion: Birgita Dusse, Jessica Geh

z.B. https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-medienkompetenz-der-kinder-und-jugendlichen-staerken/
GEW zum Safer Internetday

z.B. https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/verdeckte-einflussnahme-auf-inhalte-befuerchtet/ oder dieser
Buchtipp https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/buchtipp-inklusion-in-deutschlands-schulen/ 

 

GEW Niedersachsen und Hauptverband zu Corona: Fragen und Antworten für Beschäftigte (FAQs)

Aktuelle Informationen findet ihr auf der Website des Landesverbands
https://www.gew-nds.de/arbeits-und-gesundheitsschutz/coronavirus/faq/

und die Website des Hauptverbands klärt ebenfalls auf und hat Antworten auf viele Fragen
https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-das-coronavirus-fuer-die-bildungseinrichtungen-bedeutet0/ 

 

Welche Beratungs- und Gesprächsangebote stehen Schüler*innen zur Verfügung?

Neben der Unterstützung durch die Klassenlehrkräfte, Beratungs- und Vertrauenslehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen sowie die Schulpsychologie (www.rlsb.de/bu/eltern-schueler/schulpsychologie) hat das MK auch auf externe Angebote hingewiesen:

Kinder- und Jugendtelefon: 0800 111 0 333

Nummer gegen Kummer:    116 111 oder www.nummergegenkummer.de

JUUUPort.de - Hilfe von jungen Leuten für junge Leute: www.juuuport.de/beratung

Weitere Angebote sind zu finden unter www.kinderschutz-niedersachsen.de.

Die GEW Geschäftsstelle ist fit für die Zukunft

Altes Telefon


Die Art wie wir kommunizieren hat sich durch die Corona- Situation bedingt auch bei uns in der neuen Geschäftsstelle verändert. Viele Sitzungen und Konferenzen finden nun entweder in der sogenannten Hybrid-Form oder gänzlich online statt. Die Frage, wie wir diese neue Situation bewältigen wollen, hat uns in den letzten Wochen und Monaten sehr beschäftigt.

Zuerst mussten wir eine Grundlage für unsere technische Ausstattung schaffen. Eine Online-Sitzung  nur von einem Laptop übertragen ist zwar durchaus möglich, führt aber bei mehreren Teilnehmer*innen zu einem Chaos. Deswegen entschieden wir uns, gerade für unsere Hybrid-Veranstaltungen, ein Videokonferenzsystem anzuschaffen. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass diese Anlage über ein Mikrofon verfügt, welches Tonsignale über mehrere Meter, von mehreren Teilnehmer*innen aufnehmen kann. Dazu gehört eine im Winkel verstellbare Kamera, um die sprechenden Teilnehmer*innen ablichten zu können. Dieses System hat uns schon ein paar Veranstaltungen begleitet und wir können Stand heute ein positives Fazit ziehen. 

Der Konferenzraum ist technisch top aufgerüstet. Eingezogen ist bei uns ein digitales Flipchart. Zum einen projizieren wir dort unsere digitalen Sitzungen und Veranstaltungen. Zum anderem unterstützt es bei der Ideenfindung und der anschließenden Sicherung dieser Ideen.Wir sind begeistert von der Vielseitigkeit dieses Gerätes.

Abgesehen von der hardwaretechnischen Ausstattung benötigen wir auch die entsprechenden Softwarelösungen, um unser Vorhaben der digitalen Kommunikation umsetzen zu können. Der Findungsprozess hinsichtlich der richtigen Software gestaltete sich auf Grund verschiedener Faktoren schwierig. Abzuwägen war das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis. Der richtige als auch umfangreiche Datenschutz, sowie die gebotenen Funktionen. Wir probierten einige Programme aus. 

Im Endeffekt sind wir nun auf eine Lösung gestoßen, die wir schon im Besitz hatten, uns aber nicht über die Funktionen im klaren waren. Unser hauseigenes Telefonsystem  unterstützt die Funktion der Videokonferenz. Den Datenschutz erfüllen wir dadurch, dass unsere Konferenzen nun über unseren eigenen Server laufen. Außerdem bietet das System  umfangreiche Funktionen, wie zum Beispiel die Dokumentenfreigabe oder auch ein Abstimmungstool. Um all diese Funktionen richtig anwenden zu können, haben wir mit einer Lüneburger IT Firma eine Schulung durchgeführt. Einen Ausschnitt könnt ihr hier einsehen:

Konferenztechnik Schulung

Pressemitteilung der GEW Niedersachsen betr. Corona-Umfrage

Corona-Umfrage: motivierte Lehrkräfte in schwierigem Umfeld / GEW: System Schule wacklig wie ein Kartenhaus

Hannover, 17. Juni 2020: Nach einer Umfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erledigen Niedersachsens Schulbeschäftigte ihre Aufgaben trotz Corona gerne. Allerdings sorgen sie sich um die Rahmenbedingungen in den Schulen. Die Gewerkschaft hatte ihre Mitglieder im Mai 2020 befragt und stellte zentrale Ergebnisse am 17. Juni vor. Insgesamt nahmen 4.157 Beschäftigte aller Schulformen teil (darunter 3.821 Lehrkräfte inklusive Schulleitungen), so dass nach Überzeugung der GEW grundsätzliche Aussagen auf alle niedersächsischen Lehrkräfte übertragen werden können.

Die Aussage „Ich mache diese Arbeit gerne“ bestätigten 57 Prozent der Befragten, 29 Prozent nur teils teils und 14 Prozent verneinten das. Gleichzeitig sind 42 Prozent beim Gedanken an den Präsenzunterricht in Sorge um ihre Gesundheit, nur 12 Prozent sorgen sich gar nicht. 17 Prozent der Befragten gehören nach eigenen Angaben wegen Vorerkrankungen zur Risikogruppe. Von diesen 650 Teilnehmenden nutzten jedoch lediglich ein Drittel (230 Personen) ihr Recht, ausschließlich im Homeoffice zu arbeiten. „Hochgerechnet sind also nur etwa sechs Prozent aller Lehrkräfte im Home-Office. Schon vor Corona war der Personalmangel eklatant. Jetzt zeigt sich wie durch ein Brennglas: Sobald in den ohnehin ausgedünnten Kollegien wegen akuter Gesundheitsgefahr jemand ausfällt, droht das Kartenhaus zusammenzubrechen“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Die Situation in vielen Schulen sei zudem weiter schwierig.

31 Prozent der Teilnehmenden verneinten, dass es an ihrer Schule ausreichend Waschbecken, Seife und Einmalhandtücher gibt (58 Prozent antworteten ja, 12 Prozent keine Angabe). Lediglich 50 Prozent glaubten, dass der Mindestabstand im Unterricht eingehalten werden kann (42 Prozent sagten nein, 12 Prozent keine Angabe). „Niedersachsen braucht spätestens Anfang Juli ein umfassendes Konzept, wie mit fehlenden Möglichkeiten zum Händewaschen, engen Räumlichkeiten und Fenstern, die sich nicht öffnen lassen, im neuen Schuljahr umgegangen werden soll“, forderte Pooth. Doch Arbeitsschutz sei nicht auf Virenschutz zu reduzieren.

Laut der Umfrage empfinden 53 Prozent inzwischen mehr Stress als vor der Pandemie (26 Prozent teils teils, 21 Prozent verneinten dies). „Mit unserer Arbeitszeitstudie 2016 konnten wir bereits belegen, dass Lehrkräfte stark belastet und gleichzeitig hoch motiviert sind. Durch Corona entsteht  nun eine Doppelbelastung von Fern- und Präsenzunterricht, so dass dringend Entlastungen nötig sind“, bemängelte Laura Pooth. Insgesamt zeigt die Umfrage aus Sicht der GEW das aktuelle Dilemma zwischen pädagogischem Anspruch und notwendigem Gesundheitsschutz: Lehrkräfte und andere Schulbeschäftigte engagieren sich stark, stoßen jedoch bei den Bedingungen vor Ort an ihre Grenzen.

Zwei Dinge muss die Landesregierung jetzt unverzüglich mit Blick auf das kommende Schuljahr vorlegen: Konzeptionen für unterschiedliche Infektionsgeschehen und einen nachhaltigen Investitionsplan. Das über Jahre kaputt gesparte System Schule ist wacklig wie ein Kartenhaus. Wenn die Politik nicht endlich massiv in stabile Strukturen investiert, hat sie aus Corona nichts gelernt“, betonte die GEW-Landesvorsitzende.

Die Umfrage der GEW unter ihren rund 30.000 niedersächsischen Mitgliedern hatte am 4. Mai 2020 begonnen und dauerte zwei Wochen. Auch Nichtmitglieder unter den Schulbeschäftigten konnten mitmachen. 4.157 Teilnehmende beendeten die Umfrage, davon waren nach eigenen Angaben 3.821 Lehrkräfte und 228 pädagogische oder therapeutische Fachkräfte (der Rest machte keine Angaben zur Profession). Link zur GEW-Umfrage: www.gew-nds.de/bericht-corona-umfrage sowie zu druckfähigen Diagrammen (JPEG-Format): www.gew-nds.de/diagramme-corona-umfrage

V.i.S.d.P.:

Christian Hoffmann | Gewerkschaftssekretär / Pressesprecher

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen | Berliner Allee 16  |  30175 Hannover | www.gew-nds.de

Tel.: 0511/33804-26 |  Mobil: 0171/5639733