Kritik aus 940 Schulen an Minister Tonne / GEW: „Die Zeit der Untätigkeit muss vorbei sein“

Dankeplakat 940 Resolutionen

Die Pressemitteilung des Landesverbands dazu ist mit diesem Link aufrufbar
http://www.gew-nds.de/index.php/presse-downloads/pressemitteilungen/1660-kritik-aus-930-schulen-an-minister-tonne-gew-die-zeit-der-untaetigkeit-muss-vorbei-sein 

GEW reicht Arbeitszeitklagen für Gymnasiallehrkräfte ein

Hannover, 21. November 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen wird nun auch für vier Gymnasiallehrkräfte Klagen gegen deren erhebliche Arbeitszeit-Überschreitungen einreichen. Im Grundschulbereich hat die Gewerkschaft dies bereits getan und wartet auf die Festlegung des Verhandlungstermins vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück.

„Unsere Rechtsstelle hat vier Klagen für Lehrkräfte an Gymnasien vorbereitet. In den nächsten Tagen werden wir diese bei den Verwaltungsgerichten Hannover, Braunschweig und Oldenburg einreichen“, kündigte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth an. Alle vier Lehrerinnen arbeiteten dokumentiert mehr als 55 Stunden wöchentlich. Dieser Durchschnittswert berücksichtige bereits die Ferienzeiten mit geringerer Belastung, während in den Schulzeiten die Werte noch erheblich darüber lägen.

„Die Überstunden verfallen übrigens. Sie werden weder bezahlt noch durch Freizeit ausgeglichen“, erläuterte Pooth. „Wir gehen den Rechtsweg, weil die Überlastung der Lehrkräfte inzwischen unerträglich ist. Wenn die Landesregierung nicht schnellstens den politischen Weg beschreitet und Maßnahmen zur Entlastung vorlegt, muss sie eben juristisch dazu gebracht werden“, betonte die GEW-Landesvorsitzende.

V.i.S.d.P.: Christian Hoffmann | Pressesprecher und Gewerkschaftssekretär
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.gew-nds.de
Tel. 0511 3380426 o. 0171 5639733
GEW Niedersachsen | Berliner Allee 16 | 30175 Hannover

Quelle: http://www.gew-nds.de/index.php/presse-downloads/pressemitteilungen

GEW-Infos zum Umgang mit AfD-Meldeportalen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach Medienberichten planen weitere Landesverbände der rechtspopulistischen Partei AfD Meldeplattformen gegen Lehrerinnen und Lehrer zu etablieren. Ein solches Portal ging bereits im September in Hamburg online.

Die GEW hat einige Fragen und Antworten zusammengestellt und will damit ihre Mitglieder ermutigen, sich nicht einschüchtern zu lassen.

Siehe Veröffentlichung des HV der GEW: Umgang mit AfD-Meldeportalen

Mit besten Grüßen
Martina Schmerr

Referentin | Vorstandsbereich Schule | GEW Hauptvorstand
Tel. 069 / 789 73 322

 

GEW-Klagen gegen Arbeitsbelastung eingereicht

https://www.gew-nds.de/index.php/presse-downloads/pressemitteilungen/1483-gew-klagen-gegen-arbeitsbelastung-eingereicht

Hannover, 31. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen hat am 30. Januar die ersten beiden Klagen von Grundschullehrkräften gegen deren überhöhte Arbeitszeiten eingereicht. Insgesamt will die Gewerkschaft bis zum 5. Februar, wie im vergangenen Herbst angekündigt, zehn Fälle vor die Verwaltungsgerichte Braunschweig und Hannover bringen.

„Alle sieben Vollzeitkräfte arbeiten nachweislich mehr als 50 Stunden pro Woche. Die Ferienzeiten sind dabei schon eingerechnet. Und was gerne vergessen wird: Für diese Überstunden gibt es keinen Ausgleich in Freizeit oder Bezahlung", erläuterte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. „Wir gehen nun auch den juristischen Weg, weil es von politischer Seite bisher noch nicht einmal ein Signal für eine umfassende Entlastung unserer Kolleginnen und Kollegen gibt. Im Kern geht es uns um eine neue Arbeitszeitverordnung des Landes Niedersachsen für Lehrkräfte, die dringend zeitliche Entlastungen schaffen muss", betonte Pooth. Offenbar brauche die verantwortliche Politik juristische Fakten, um politisch zu handeln.

Die GEW beginne mit Schulleitungen und Teilzeitkräften an Grundschulen, da die Göttinger Arbeitszeitstudie 2016 bei ihnen besonders hohe Wochenarbeitszeiten festgestellt hatte. „Die beiden Fälle, für die wir gestern Klagen eingereicht haben, weisen mehr als 55 und sogar über 60 Stunden wöchentlich auf. Die Gesundheit der Betroffenen muss dringend geschützt werden. Das gilt in ähnlicher Weise für alle Lehrkräfte", betonte die Landesvorsitzende.

Ab Februar werde die GEW überdies weitere Verfahren vorbereiten. Dann gehe es um Gymnasiallehrkräfte, die ebenfalls enorme Arbeitszeitbelastungen aufwiesen.